Einblicke
OZG-Tag 2026 - Digitalisierung der Hochschulverwaltung gemeinsam gestalten
Am 6. Juli 2026 lud das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg (HSZ-BW) erneut zum OZG-Tag nach Reutlingen ein.
Rund 45 Mitarbeitende aus Leitungen und Verwaltungen der nicht-universitären Hochschulen Baden-Württembergs kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen rund um das Onlinezugangsgesetz (OZG), die Registermodernisierung und die Digitalisierung der Hochschulverwaltung auszutauschen.
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Peter Väterlein, den Leiter des HSZ-BW, stellte Danielle Gnipieven (HSZ-BW) den aktuellen Stand der Digitalisierung in den Hochschulverwaltungen Baden-Württembergs dar. Sie machte deutlich, dass die Hochschulen bereits wichtige Fortschritte bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen erzielt hätten, auf dem Weg zu einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung von Verwaltungsprozessen aber noch viel zu tun sei.
Es folgten drei Fachvorträge. Philipp Zagler (HIS eG) referierte zur Bedeutung von XHochschule als bundesweitem Standard für digitale Bildungsnachweise und die Verbindung zu aktuellen Entwicklungen wie NOOTS und EUDI-Wallet.
Dr. Judith Lichtenberger (MWK Baden-Württemberg) stellte die Registermodernisierung aus Sicht der Kultusministerkonferenz (KMK) vor und machte deutlich, wie sich Hochschulen auf die künftigen Anforderungen vorbereiten können. Und schließlich stellte Dr. Arno Bruns, (PHen Baden-Württemberg) das Projekt PLK4PH6 vor, das eine hochschulübergreifende Prozesslandkarte für die Pädagogischen Hochschulen im Land zum Ziel hat und machte deutlich, dass neben technischen Fragestellungen auch ein professionelles Change-Management entscheidend für den Erfolg von Digitalisierungsprojekten ist.
Den Abschluss bildete ein World Café mit fünf Themenstationen zum Once-Only-Prinzip in der Praxis, BundID, digitalen Nachweisen, Siegeln und Verifikation, Prozessmanagement und Ende-zu-Ende-Digitalisierung sowie E-Payment. In kleinen Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden intensiv über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze aus. Die Diskussionen boten Gelegenheit, die Inhalte der Fachvorträge zu vertiefen, Erfahrungen aus den Hochschulen auszutauschen und konkrete Impulse für die weitere Umsetzung der Digitalisierung mitzunehmen.
Fazit
Der OZG-Tag zeigte eindrucksvoll die Fortschritte, die bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen an Hochschulen seit der Veranstaltung im Jahr 2024 erzielt wurden. weiterentwickelt hat. Mit XHochschule, NOOTS, der EUDI-Wallet, dem Reifegradmodell 2.0 und den Vorhaben der Registermodernisierung werden die fachlichen und technischen Grundlagen für die nächste Phase der Verwaltungsdigitalisierung geschaffen.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass neben den technischen Lösungen auch standardisierte Prozesse, hochschulübergreifende Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis der organisatorischen Veränderungen erfolgsentscheidend sind. Mit dem Projekt bwOZG steht den Hochschulen in Baden-Württemberg hierfür eine etablierte Plattform für Austausch, Abstimmung und gemeinsame Lösungsentwicklung zur Verfügung, die auch künftig dazu beitragen soll, die Hochschulen bei der Umsetzung der digitalen Transformation ihrer Verwaltungsprozesse zu begleiten und die anstehenden Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.